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Um die Bezeichnungen "Vendanges Tardives", "Vin de Glace" oder "Vin de Paille" tragen zu dürfen, müssen die Weine aus handgelesenen Trauben aus festgelegten Rebsorten gekeltert werden, die ein bestimmtes natürliches Mindestmostgewicht, gemessen in Grad Oechsle, erreichen.
"Vins barrique" - die im Barrique ausgebauten Weine - sind ursprünglich meist rot, in Luxemburg sind es jedoch Weißweine, vor allem Chardonnays, die mehrere Monate im Eichenfass reifen.
Vendanges Tardives (Spätlese) Nur Weine aus den Rebsorten Auxerrois, Pinot Blanc, Pinot Gris, Riesling oder Gewürztraminer mit einem Mostgewicht ab 105 Grad Oechsle* (95 Grad Oechsle für den Riesling) dürfen diese Bezeichnung tragen.
Vin de Glace (Eiswein) Kann nur aus den Rebsorten Pinot Blanc, Pinot Gris oder Riesling gewonnen werden. Sie müssen bei einer natürlichen Außentemperatur von mindestens - 7 Grad Celsius oder weniger gelesen werden und ein Mostgewicht von mindestens 120 Grad Oechsle* aufweisen.
Vin de Paille (Strohwein) Kann aus den Rebsorten Auxerrois, Pinot Blanc, Pinot Gris oder Gewürztraminer erzeugt werden. Nach der Gärung muss der Wein einen Mindestalkoholgehalt von 18 vol.% bei 130 Grad Oechsle aufweisen. Die Vinifizierung muss mit Beeren erfolgen, die auf natürliche Weise getrocknet sind. Dieser Vorgang dauert mindestens zwei Monate. Die Trauben liegen auf Strohmatten oder hängen in einem gut durchlüfteten Trockenraum.
* Das Mostgewicht wird in Grad Oechsle (Oe) gemessen.
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